Lina Minoo
Petry-Körber

Technosumse
Home
Sonne, Segelboot, Wochende .... Horror E-Mail

Geschrieben von Hans Körber, am 24-08-2007 01:00

Views : 751    

Favoriten : 106

Wie die meisten von euch wohl zwischenzeitlich wissen, teilen wir uns mit Freunden eine kleine Segelyacht.  Das ist ja so entspannend...so ein Wochenende auf dem Schiff...

Aber da das Schiff am Bodensee liegt und das zwei Stunden Anfahrt für uns bedeutet, können wir natürlich nur am Wochenende dorthin, sofern das Wetter OK ist. Ganz klar, dass sich zwischen den Törns auch die eine oder andere Spinnenwebe an Bord findet. Hans macht sie freundlicherweise für mich weg, weil ich einen echten Horror vor Spinnen habe.

Es ist wieder (Ferien-) Wochenende, schönes Wetter und Maike (Hans' Tochter) ist zu Besuch. Sie weiss noch nichts von der Yacht, also überraschen wir sie. Wir kommen am Steg an ... Überraschung!!!  Wir gehen an Bord und Hans entfernt wie üblich die Spinnweben (siehe oben). So weit, so gut ... keine Spinne in Sicht, wir packen unsere Sachen aus, zeigen Maike alles und irgendwann fahren wir auf den See hinaus, gehen baden, haben Spass und alles ist super-gut.

Am späten Nachmittag fahren wir zurück in den Yachthafen, quatschen und relaxen noch ein bisschen, bis es langsam dämmert und wir hungrig werden. Also tischen wir ein wenig auf, kochen noch ein Käffchen und wollen gerade anfangen zu essen, als der Horror beginnt ....

Ich sag euch, es wimmelt dort nur vor Spinnen. Ich verstehe das überhaupt nicht, die kommen wirklich nur über die beiden Seile, an dem das Boot am Steg befestigt ist.
Sobald es etwas dämmert, kommen die kleinen Biester schon aus ihren Verstecken. Leider haben die dort natürlich zig Möglichkeiten, sich auf die Lauer zu legen und nur darauf zu warten, bis die hysterische Lina wieder auftaucht.

Ok ... wir sitzen also an Bord und ich bin gerade dabei, ein Käsebrot zu schmieren, als Hans sich zu Maike vorbeugt und eine RIESENSPINNE mit den Fingern wegschnippst, die auf Maike herumkrabbelt. Mein Puls war vor Aufregung immer noch auf 180, als sich keine Minute später das nächste Ungeheuer direkt vor meiner Nase vom (Segel-) Baum abseilt!
Ich springe wie eine wilde Furie auf, stütze mich dabei aus Versehen auf Hans' wichtigstes Teil und hüpfe in Richtung Kajüte. Da stehe ich nun mit einem Bein auf der Leiter nach unten und mit dem anderen oben... Hans sagt zu mir: “Hier ... nimm mal das Brot, ich hab kein Bock, dass die mir da drauf fällt.“ und gibt mir den Teller. Da ruft Maike: “Linaaa ... vor Dir!!!“ Ich reiss die Augen auf und rufe Hans zu: “Scheisse, mach die weg! Mach die weg!“
Da fängt die Spinne an, sich zu bewegen ... Flucht! Ich wollte nur etwas zurück, knicke mit dem Fuss um, knalle mit der Schulter ans Dach und düste die Leiter runter. Das Brot fällt vor meinen Augen in Zeitlupe vom Teller, dreht sich dabei (logisch) und beschmiert alles mit Käse. Ich schreie, weine und lachte zugleich... ich war umzingelt von Spinnen!!!

Nach dem Schrecken brauchten wir erst einmal eine Verschnaufpause und entschlossen uns, ein wenig spazieren zu gehen und uns noch einen Kaffee, ein Eis oder was auch immer zu gönnen.Auf dem Rückweg flog Maike ein Marienkäfer auf den Pullover. Sie nahm ihn auf die Hand und wollte ihn am nächsten Baum absetzen, weil unter ihm lauter kleine Buchsbäumchen wuchsen. Sie wollte ihn also gerade absetzen, streckt den Finger (auf dem der Marienkäfer sass) in Richtung Bäumchen ... doch genau an dieser Stelle sass eine fette MEGA-KILLER-Spinne! Ist doch wie verhext, oder? Da hätte sie ihn aber fast auf dem Gewissen gehabt, den kleinen Marienkäfer.

Zurück am Bootssteg trauen Maike und ich uns gar nicht mehr aufs Boot. An den Lampen, auf dem Steg, an der Reling, am Segel ... überall sassen fette Kreuzspinnen, die auf uns gelauert haben. Hans war schon auf dem Schiff und hatte schon die Faxen dicke mit uns (hysterischen Kühen, seine Worte!). Naja, so mutig wie wir eigentlich doch sind, sind wir zurück auf´s Boot und sind mit dem Gedanken eingeschlafen, dass uns evtl. doch noch ne Spinne über Nacht ins Ohr krabbeln könnte.

Nachtrag:

Als wir am nächsten Tag wieder zu Hause waren, war ich natürlich der Hoffnung, dass ich vielleicht am ersten Abend verschont bleibe. Ich ging unter die Dusche, da sehe ich auf der einen Seite eine kleine Spinne und auf der anderen Seite eine etwas grössere. In der Zeit in der ich geduscht habe, ist die grössere auf die andere Seite gekrabbelt... die Kleine hatte noch ne Chance wegzurennen, aaaaber nein, lässt die dumme Kuh sich echt von der anderen schnappen... ich dacht ich seh nicht recht. Ihr könnt mir glauben, nach diesem Wochenende, hat sich meine Spinnenphobie ziemlich verschlimmert!!!!

Das war alles kein Zufall ;-)
 

Letztes Update : 30-11-2007 10:34

   
Diesen Artikel zitieren
Favoriten
Drucken
Als EMail versenden
Ähnliche Artikel
Als Lesezeichen auf del.icio.us speichern

Schlüsselworte : Blog, Privat, Sonne, Segelboot, Wochende .... Horror


Benutzerkommentare  RSS feed Kommentar
 

Durschnittliche Benutzerbewertung

   (0 Stimme)

 


Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
Name
E-mail
Titel  
 
Kommentar
 
Verfügbare Zeichen: 600
   Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare
   
   

Keine Kommentare vorhanden



mXcomment 1.0.5 © 2007-2012 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
MyBlog